Tellerrand

New Work – die Arbeit von morgen

Frühjahr 2019

Selbstbestimmtheit, Handlungsfreiheit und Gemeinschaft – das sind die Kernwerte von New Work und damit einer völlig neuen Arbeitswelt. Infolge der zunehmenden Digitalisierung und Globalisierung unserer Wirtschaft ist eine neue Arbeitsweise entstanden, die die Innovation bereits im Namen trägt. New Work passt sich flexibel an die moderne Gesellschaft an und übersetzt deren Funktionsweisen in den Arbeitsalltag. Auch wenn New Work oft als Utopie abgetan wird – in innovativen Unternehmen ist sie bereits angekommen.

Was bedeutet der Begriff New Work?

New Work lässt sich leicht übersetzen – die neue Arbeit. Doch was genau ist neu daran? Der Sozialphilosoph Frithjof Bergmann hat New Work etabliert und damit einen Gegenbegriff zu den klassischen Arbeitsstrukturen und der einfachen Lohnarbeit des Kapitalismus entworfen.
 
„New Work hat viel mit Arbeitsorganisation zu tun. Das sind neue Arbeitsformen, neue Arbeitsmodelle, neue Organisationsformen und -muster“, so Prof. Dr. Jutta Rump vom Institut für Beschäftigung und Employability (IBE) in Ludwigshafen.
 
Prof. Dr. Jutta Rump
„New Work ist ein wichtiger Ansatz und bedarf auch einer Veränderung der Unternehmenskultur“, so Prof. Dr. Jutta Rump vom Institut für Beschäftigung und Employability (IBE).
 
 
Handlungsfreiheit und Selbstbestimmtheit der Mitarbeiter sowie die Gemeinschaft im Unternehmen werden zunehmend wichtiger, während klare Hierarchien, die punktgenaue Arbeitsteilung sowie starre Prozesse in den Hintergrund treten. Ziel ist eine grundsätzlich flexiblere und agile Arbeitswelt, die den oft unvorhersehbaren Anforderungen der Zukunft gewachsen ist. Eine wichtige Rolle spielen dabei die digitale Transformation und die Arbeitswelten 4.0. Dazu zählen Industrie 4.0, Arbeitsplatz 4.0 oder auch Einkauf 4.0 – und damit Modelle, die eine zeitliche, räumliche und organisatorische Flexibilität ermöglichen. All diese Aspekte sind Teil eines globalen und digitalen Zeitalters, in der New Work nicht nur den Arbeitsalltag, sondern auch die Kultur der Menschen verändert.

Fazit

Noch ist New Work als eine Idealvorstellung zu bezeichnen, die nur in wenigen Unternehmen bereits mit all ihren Facetten angekommen ist. New Work kleinschrittig in den eigenen Unternehmensalltag zu integrieren sollte für Sie jedoch mehr als nur eine Option sein. Denn gewohnte Strukturen aufzubrechen ist häufig viel mehr als schwierig und herausfordernd – nämlich innovativ, zukunftsweisend und chancenreich.

Wie wird aus der Theorie die Praxis?

„Es gilt zuerst, eine klare unternehmenspolitische Grundsatzentscheidung zu diesem Thema zu treffen, die dann auch verbindlich ist. Für die Ausgestaltung dagegen sollten Unternehmen die eigenen Mitarbeiter mit ins Boot holen – und so eine partizipative Umsetzung von New Work ermöglichen“, so Prof. Dr. Jutta Rump.
Diese Umsetzung erfolgt vor allem in fünf Themenbereichen, in denen New Work besonders gewinnbringend eingesetzt werden kann.

Flachere Hierarchien

New Work lebt von Selbstbestimmtheit und Handlungsfreiheit. Beides lässt sich nur erreichen, wenn Hierarchien zurückgedrängt werden und auch Führungskräfte sich den neuen Herausforderungen stellen.
 

Automatisierung

Da New Work eng mit der Digitalisierung verknüpft ist, zählen digitale Automatisierungsprozesse ebenfalls zu den Komponenten von New Work. Die Arbeitswelt wird damit zunehmend digital, ob im Einkauf oder am Arbeitsplatz. Durch die Digitalisierung fallen Stellen weg, sie schafft jedoch auch neue: Gerade ITler sind gefragt, aber auch Kreative werden immer wichtiger.

Neue Arbeitsmethoden

Nicht nur die Arbeit an sich ändert sich, auch die Art zu arbeiten geht neue Wege. Arbeitgeberwechsel oder auch Wechsel zwischen Aufgaben und Funktionen innerhalb eines Unternehmens werden immer mehr zur Norm. Zudem verschwimmen Abteilungsgrenzen und abteilungsübergreifende Teams entstehen.
 

Arbeitsplatz 4.0

Die New Work lebt von Freiräumen – bei Arbeitsmethoden ebenso wie beim Arbeitsplatz. Eine mobile Arbeitskultur, flexible Arbeitszeiten, die digitale Vernetzung und damit die Unabhängigkeit von Raum und Zeit sind längst keine Seltenheit mehr. Außerdem bieten immer mehr Arbeitgeber die Möglichkeit des Homeoffice – das spart Zeit, Kosten und ist für den Arbeitnehmer oftmals angenehmer, beispielsweise bei einem langen Weg zum Arbeitsplatz.
 

Work-Life-Blending

Der Begriff beschreibt die zunehmende Verschmelzung von Arbeit und Freizeit. Dabei ist der Kicker nur ein Beispiel, wie Work-Life-Blending gelingen kann – ein weiterer Aspekt, der durch die New Work mehr Aufmerksamkeit bekommt. 
 
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