Tellerrand

Nachhaltigkeit: Darum wollen immer mehr Unternehmen "gut" sein

Sommer 2019

„Nachhaltigkeit“ ist wohl das Schlagwort des 21. Jahrhunderts. Es ist aus der heutigen Wirtschaft, der Wissenschaft und den Medien nicht mehr wegzudenken. Das Bewusstsein dafür ist dabei schon längst nicht mehr allein für den privaten Verbraucher relevant. Auch Unternehmen nehmen ihren Einfluss auf die Umwelt immer ernster – dazu gehören CO2-Emissionen ebenso wie der Ressourcenverbrauch. Daher wächst die Bedeutung eines betrieblichen Nachhaltigkeitskonzeptes als Teil der Firmenkultur. Aber was genau versteht man darunter? Welche Schritte muss ein Unternehmen gehen? Und warum?

Was bedeutet Nachhaltigkeit?

Ganz grundlegend drückt Nachhaltigkeit Strukturen aus, die auf unbegrenzte Zeit tragfähig sind und über genügend Ressourcen für die Zukunft verfügen. Wenn man sich auf die Suche begeben würde, so fände man wohl kaum ein Unternehmen, das nicht zukunftsfähig oder langfristig am Markt sein will. Was bedeutet also nachhaltiges Handeln? Zum Verständnis des gesellschaftlichen und politischen Leitbildes einer nachhaltigen Entwicklung wird bis heute die im Brundtland-Bericht vorgeschlagene Definition herangezogen:

 

„Nachhaltige Entwicklung ist eine Entwicklung, die die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt, ohne zu riskieren, dass künftige Generationen ihre eigenen Bedürfnisse nicht befriedigen können“ (Quelle: Brundtland-Bericht, 1987) .

 

Der zentrale Begriff ist dabei Verantwortung – für die Bedürfnisse der heutigen wie auch der zukünftigen Gesellschaft. Wenn es um Nachhaltigkeit geht, ist in der unternehmerischen Praxis daher häufig auch die Rede von Corporate Social Responsibility (CSR), also der Verantwortung für jeden Einfluss, den die Unternehmenstätigkeit auf die Umwelt hat.

Weltkugel

Jedes Unternehmen trägt die Verantwortung für den Einfluss, den die eigenen Unternehmenstätigkeiten auf die Umwelt haben.

Warum ist Nachhaltigkeit für Unternehmen so wichtig?

Lange Zeit wurden Unternehmen in erster Linie in ihrer Funktion als wirtschaftliche Kräfte der Märkte wahrgenommen, deren Handeln vom Streben nach Gewinnmaximierung bestimmt ist. Im Zuge der Globalisierung der Weltwirtschaft und des damit einhergehenden wachsenden Konkurrenzdrucks treten jedoch zunehmend Probleme im ökologischen und sozialen Umfeld auf, zum Beispiel:

  • Ressourcenknappheit
  • Trinkwasserknappheit
  • Umweltverschmutzung
  • Klimaerwärmung
  • Armut und Hunger
  • Rückgang biologischer Vielfalt

Unternehmen haben direkten Einfluss auf die oben genannten Probleme, da sie das Konsumverhalten maßgeblich steuern. Aber auch wenn es um Themen wie Massenentlassungen oder Wettbewerbsverzerrung geht, spielen Unternehmen eine entscheidende Rolle in den Diskussionen. Folglich stehen sie in der Pflicht, sich ihrer Verantwortung gegenüber der Umwelt und der Gesellschaft bewusst zu werden.

Fakt ist: Unsicherheit macht sich in der Gesellschaft breit. Dies hat in den letzten Jahren für den Vollzug eines Wertewandels hin zu mehr Transparenz, Vertrauen und Gerechtigkeit gesorgt. Und wenn Unternehmen weiterhin am Markt Akzeptanz erfahren und wettbewerbsfähig bleiben wollen, ist es ihre Aufgabe, diese Werte in ihr alltägliches Handeln zu integrieren und verantwortungsvoll mit den Ressourcen umzugehen.

Wo setzt ein Nachhaltigkeitskonzept im Unternehmen an?

Wenn es um die Entwicklung eines Nachhaltigkeitskonzeptes auf Unternehmensebene geht, wird häufig das Drei-Säulen-Prinzip zugrunde gelegt. Demnach ist eine nachhaltige Entwicklung nur möglich, wenn wirtschaftliches Wachstum, ökologische Verträglichkeit und soziale Sicherheit gleichermaßen berücksichtigt werden und miteinander in Einklang stehen. Im besten Fall können sich die einzelnen Bereiche sogar gegenseitig befruchten.

 

Drei-Säulen-Modell der Nachhaltigkeit

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Nachhaltigkeit im Unternehmen – Vorteile auf einen Blick

Sie sehen: Es gibt jede Menge Maßnahmen, mit denen Sie einen ökonomischen, ökologischen und sozialen Beitrag leisten können. Und das hat Vorteile: 

 

  • Reduktion von CO2-Emissionen
  • Kosteneinsparungen durch den effizienten Einsatz von Ressourcen, Substitution, Wiederverwendung oder Recycling
  • Risikosenkung durch präventives Verhalten
  • Umsatzsteigerung durch Kostenersparnis, Erhöhung der Nachfrage sowie Motivation der Mitarbeiter
  • Verbesserung der Unternehmensreputation

 

Entscheidend für den Erfolg von Nachhaltigkeitskonzepten ist die organisatorische Eingliederung von Umwelt- und Sozialmanagement in das konventionell-ökonomisch ausgerichtete Management. Das können Sie erreichen, indem Sie zunächst eine für Ihr Unternehmen spezifische Definition von Nachhaltigkeit inklusive der damit verbundenen Aktionen erstellen. Um die richtigen Maßnahmen zu finden, analysieren Sie am besten zunächst Ihre Wertschöpfungskette hinsichtlich der Auswirkungen auf die Umwelt. Aus den Ergebnissen entwickeln Sie Lösungsansätze. In vielen Fällen macht es außerdem Sinn, die Potenziale und Forderungen der unterschiedlichen Stakeholdergruppen zu identifizieren. In einem letzten Schritt sollten Sie das Nachhaltigkeitskonzept in die Unternehmenskultur integrieren, um es möglichst authentisch und glaubhaft nach außen zu tragen.

Prinzipiell ist das Thema Nachhaltigkeit, insbesondere die strategische Gesamtverantwortung, auf der Führungsebene angesiedelt. Für die Erarbeitung und Umsetzung einer Nachhaltigkeitsstrategie ist es je nach Unternehmensgröße empfehlenswert, ein eigenes Team zusammenzustellen. Gerade im Bereich Kostenreduktion und Effizienzmaßnahmen kann es außerdem hilfreich sein, sich einen neutralen Expertenrat einzuholen.

Die ökonomische Dimension und wie Unternehmen sie umsetzen können

In der Wirtschaft geht es darum, mit möglichst geringem Ressourceneinsatz, also niedrigen Kosten, den größtmöglichen Output bzw. Gewinn zu erzielen. Das Schlagwort ist Effizienz. In der Praxis sollte sich dies z. B. in Maßnahmen zur Kostensenkung widerspiegeln. Bewährte Methoden zur Steigerung der Energie- und Materialeffizienz gibt es viele. Wir zeigen Ihnen hier ein paar Beispiele, wie Sie als Arbeitgeber und auch als Mitarbeiter in der ökonomischen Dimension und mit einfachen Mitteln für ein nachhaltigeres Unternehmen sorgen können.

Wie Sie der ökologischen Dimension gerecht werden

Aufgrund der in vielen Bereichen insgesamt zu hohen Umweltbelastung sind Unternehmen gefordert, ihre Produktionsprozesse, Dienstleistungen, Produkte und Investitionen umweltgerecht zu gestalten. Nur so können sie ökologische Schäden reduzieren. Dies wird z. B. durch einen sparsamen Umgang mit Ressourcen, die Nutzung regenerativer Energien oder die Reduktion von Emissionen, Abfall und Schadstoffeinträgen erreicht. Nachfolgend haben wir auch hierzu ein paar Beispiele für Sie zusammengetragen.

Soziales Engagement: So geht's

Unternehmen sind soziale Gebilde und sind fest in unserer Gesellschaft verankert. Sie sind zum einen auf Akzeptanz angewiesen und tragen zum anderen die Verantwortung dafür, ihre Existenz aufrechtzuerhalten. Zur Bewältigung der sozialen Nachhaltigkeitsherausforderung setzen viele Firmen CSR-Maßnahmen wie z. B. Arbeitsplatzsicherheit, Gleichberechtigung, Fairness, Erfolgsbeteiligung und Transparenz um.

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