Elektrifizierung: So gelingt die Dekarbonisierung in Ihrem Unternehmen

09.09.21 08:45 von Cemrehan Engin

Elektrifizierung

Angesichts der finanziellen und klimapolitischen Herausforderungen streben viele Unternehmen die Dekarbonisierung an. Diese zielt darauf, den CO2-Ausstoß so weit wie möglich zu reduzieren bzw. auf null zu setzen. Aber wie funktioniert das?

Wie können Unternehmen den CO2-Ausstoß reduzieren? Durch Elektrifizierung!

Ein Weg zur Dekarbonisierung ist die Elektrifizierung der gesamten Energieinfrastruktur in Ihrem Unternehmen: Fossile Energieträger werden durch erneuerbare elektrische Energien ersetzt. 

Heizung und Kühlung, Stromerzeugung sowie Transport werden CO2-neutraler gestaltet. 

Was bedeutet Elektrifizierung im Unternehmen? 

Neben Einsparungen bei durchgehend steigenden Energiekosten sind Imageeffekte die Triebfedern für Unternehmen, die Dekarbonisierung und somit auch eine Elektrifizierung anzugehen. Diese erkennen durch die zukunftsfähige Ausrichtung aber auch eine Steigerung des Unternehmenswerts insgesamt. 

Dabei stehen folgende Herausforderungen im Fokus:

  • Sie und Ihre Interessengruppen müssen diesen Prozess mittragen können und wollen
  • Die Umgestaltung muss wirtschaftlich leistbar sein
  • Sie entscheiden über Ihre Energieinfrastruktur heute und stellen so die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft

Aber welche Form der Elektrifizierung passt zu Ihrem Unternehmen? Welche Strommengen werden in fünf und in zehn Jahren benötigt? Welche Möglichkeiten der Umsetzung gibt es? Und welcher Schritt sollte der erste sein?

 

Neuer Call-to-Action (CTA)

 

Das alles geht mit Elektrifizierung: machbare Lösungen in einer komplexen Energielandschaft

Viele Unternehmen lassen sich hierzu ganzheitlich beraten. Meist besteht eine Beratung aus einer Analyse des energetischen Ist-Zustands Ihres Unternehmens und anschließenden individuell zugeschnittenen Lösungsvorschlägen.

Diese Bereiche werden diskutiert:  

Mobilität und Logistik

Die eigene Unternehmensflotte auf Elektrofahrzeuge umstellen und die erforderliche Ladeinfrastruktur ausbauen – damit leisten schon heute viele Unternehmen einen großen Beitrag zum Klimaschutz.

Mehr erfahren:

Das machen wir einfach: Klimaschutz durch E-Mobility

Druckluft, Kälte und Wärme

Biomasse, Flusswasser, Solar- und Geothermie sowie Wärmerückgewinnung helfen, den CO2-Ausstoß zu reduzieren.

Mehr erfahren:

CO2-Kosten vermeiden – Feuer und Flamme für Biomasse

Quick Check: Ihr individuelles Druckluft-Einsparpotenzial

Öl- und Gasheizungen: Heizkessel tauschen lohnt sich

Strom

Eigenstromerzeugung aus nachhaltigen Quellen wie Photovoltaik auf Dach- oder Freifläche, Ökostromverträge oder direkte Stromabnahmeverträge aus Windkraft (PPA).

Mehr erfahren:

Smart Mieterstrom – dezentrale Energie aus dem eigenen Haus

Photovoltaik – lukrativ für Ihr Unternehmen

Mit LED clever Kosten sparen

BHKW – Energiekosten sparen ohne Eigeninvest

Was mit Elektrifizierung noch möglich ist

Werden erneuerbare Energien und Speichertechnologien am Standort kombiniert, entsteht ein Maximum an eigener grüner Erzeugung und Verbrauch.

Außerdem machen sich Betriebe vom Energiemarkt unabhängiger und können durch optimiertes Energiemanagement teure Lastspitzen vermeiden.

Praxisbeispiel Holzmanufaktur Liebich, Bayern: komplett grün? Das geht! 

Die bayerische Holzmanufaktur produziert seine kreativen Holzverpackungen komplett nachhaltig. 

Mittlerweile zu 75 Prozent Eigenversorger, entschied sich das Unternehmen bereits 2014 für einen Energiefonds, bei dem es günstige Zeitpunkte abwartet und den Strom in größeren Mengen einkauft. Im Laufe der Jahre wurden eine Photovoltaik-Anlage, LED-Lichtsteuerung sowie ein Stromspeicher installiert. 

Die Energieflüsse der Anlagen und der energetischen Infrastruktur sowie die Eigenerzeugungsanlagen werden in Echtzeit gemessen, analysiert und optimiert. Zusätzlich visualisiert eine Ampelschaltung in der Produktion Stromaufnahme und -verbrauch. Der Stromspeicher, der sich aus der eigenen PV-Anlage auflädt und Leistungsspitzen abfängt, ist damit auch vernetzt.

Da die restliche 25-prozentige Fremdenergie aus reinem Ökostrom besteht und die benötigte Wärme aus eigenen Holzabfällen gewonnen wird, kann die Holzmanufaktur Liebich sich zu Recht grüne Manufaktur nennen. Das finden nicht nur die Kunden gut.

Fazit

Entscheidungen und Maßnahmen, die Sie jetzt für den Umbau hin zu einem erneuerbaren System treffen, sind entscheidend und bestimmen Ihren zukünftigen Erfolg. Denn sicher beziehen auch viele Ihrer Zielgruppen das Thema Nachhaltigkeit verstärkt in ihre Entscheidungsfindung mit ein.

Themen: Digitalisierung, Dekarbonisierung, Energieeffizienz

Cemrehan Engin

Autor: Cemrehan Engin

Cemrehan Engin hat Energiewirtschaft studiert und ist seit November 2017 als Produktmanager im Business Development bei der MVV Enamic GmbH tätig. Dabei widmet er sich innovativen Energielösungen für Geschäftskunden. Seine Schwerpunkte liegen in den Bereichen Photovoltaik, Speicher und Smart Metering. T +49 (621) 290-3928 E-Mail cemrehan.engin@mvv.de

* Pflichtfelder

Newsletter abonnieren und Informiert bleiben

Wir informieren Sie über die Themen Energieeffizienz, Energiebeschaffung, clevere Energielösungen, aktuelle Trends und Technologien.

Los geht's