Faktencheck: LED Vorteile unter der Lupe

15.05.18 09:00 von David Wagenblass

LED HallenbeleuchtungLED-Leuchten sind auf dem Vormarsch: Immer mehr Betriebe setzen in Büro und Produktion auf die Leuchtdioden. Doch halten diese in der Praxis tatsächlich, was sie versprechen? Wir haben die am häufigsten genannten LED Vorteile unter die Lupe genommen – lesen Sie jetzt unseren Faktencheck.

„LED-Leuchten haben eine hohe Lebensdauer“

Der Faktencheck: Die durchschnittliche Lebensdauer einer herkömmlichen Glühbirne liegt bei rund 1.000 Betriebsstunden, Energiesparlampen schaffen 6.000 bis 15.000 Stunden – in der Praxis liegt dieser Wert Tests zufolge allerdings oft darunter. Gute LED-Leuchtmittel bringen es dagegen auf mehr als 50.000 Betriebsstunden. Hinzu kommt: Anders als bei Energiesparlampen verkraften LED-Leuchten häufiges Ein- und Ausschalten ebenso problemlos wie Stöße oder Wackler.

„LED-Leuchten sind energieeffizient und wirtschaftlich“

Der Faktencheck: LED sind energieeffizienter als andere Leuchtmittel. Sie verbrauchen rund 6-mal weniger Strom als herkömmliche Glühbirnen. Die Lichtausbeute ist auch deutlich höher als bei Halogen- oder Leuchtstofflampen. Bei der Außenbeleuchtung können Unternehmen ihren Energieverbrauch durch den Umstieg von Halogen-Metalldampflampen (HIE) auf moderne LED-Leuchten um etwa 60 Prozent reduzieren. Bei der Innenbeleuchtung ist durch das Umrüsten von Leuchtstofflampen auf moderne LED eine Ersparnis beim Energieverbrauch von mindestens 50 Prozent möglich.

Wie sehen die Einsparungen in der Praxis aus?

Drei aktuelle Fallbeispiele: Die Werzalit GmbH hat durch die Umstellung auf LED rund 65 Prozent beim Stromverbrauch gespart. Pro Jahr benötigt das produzierende Unternehmen jetzt rund 300.000 Kilowattstunden Strom weniger als zuvor. In der Tiefgarage des Kongresszentrums Rosengarten in Mannheim ist der Verbrauch um 55 Prozent gesunken. Eine Seniorenresidenz in Heidelberg spart durch die Umrüstung der gesamten Innen- und Außenbeleuchtung rund zwei Drittel ihrer zuvor für die Beleuchtung benötigten Energie.

„LED-Leuchten sind klimaschonend und umweltfreundlich“

Der Faktencheck: LED-Leuchten verbrauchen deutlich weniger Strom, damit gelangen auch weniger CO2-Emissionen in die Luft. Jede eingesparte Kilowattstunde Strom reduziert den Ausstoß von Kohlenstoffdioxid um ca. 590 Gramm. Die lange Lebensdauer von rund 50.000 Betriebsstunden trägt zusätzlich dazu bei. Zudem wartet am Ende ihrer Lebenszeit ein umweltgerechtes Recycling auf die Leuchten. Dabei werden wertvolle Metalle wie Indium oder Cadmium aus den elektronischen Bauteilen der Leuchtdiode herausgelöst. Auch die Glasbestandteile können recycelt werden.

LED im Vergleich

„Investitionen in LED amortisieren sich schnell“

Der Faktencheck: Eine LED-Leuchte ist in der Anschaffung teurer als andere Leuchtmittel. Zudem lohnt es sich in der Regel nicht, an der Qualität von LED zu sparen: Billige Leuchten können relativ schnell an Lichtstärke einbüßen.

Ganz anders sieht das Bild aus, wenn man Lebensdauer, Energieverbrauch und Wartungskosten einbezieht. Dann zeigt sich, dass sich eine nachhaltige Beleuchtung mit LED schnell rechnet. Die praktischen Erfahrungen lassen erkennen, dass sich die Investition im Durchschnitt nach 1/3 der Lebensdauer einer LED amortisiert. Ein Beispiel: In einem Betrieb brennen die Leuchten pro Jahr 4.000 Stunden, der Strompreis beträgt 17 ct/kWh und es sind vor allem klassische Leuchtstoffröhren im Einsatz. Für diesen Betrieb ist eine Amortisation von unter 2 Jahren möglich.

„LED-Leuchtmittel werden weniger heiß“

Der Faktencheck: Wohl jeder hat sich schon einmal an einer herkömmlichen Glühbirne die Finger verbrannt. Auch Halogen-Glühlampen erreichen Temperaturen von mehreren hundert Grad. LED-Lampen werden tatsächlich deutlich weniger heiß. Zudem erhitzen sie sich weniger an den Lichtaustrittsstellen, denn sie strahlen weder UV- noch Infrarotlicht ab.

„LED-Leuchten geben keine Giftstoffe an die Raumluft ab“

Der Faktencheck: LED-Leuchtmittel enthalten tatsächlich keine giftigen Stoffe, die die Raumluft belasten können. Anders als Energiesparlampen sind sie beispielsweise frei von gesundheits- und umweltschädlichem Quecksilber.

„LED-Leuchten haben keine Einschalt-Verzögerung“

Der Faktencheck: Am Morgen das Büro betreten und erst einmal warten, bis die Energiesparlampe den Raum wirklich erhellt – das gibt es bei LED nicht. Die Leuchten stellen sofort die volle Helligkeit zur Verfügung - ohne Anlaufzeit oder Flackern wie bei Kompaktstoffleuchtlampen oder Neon-Röhren.

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„LED-Leuchten sorgen für bessere Lichtstimmung“

Der Faktencheck: Die Lichtleistung ist mittlerweile deutlich höher als in den Anfangszeiten der LED. Heute können sie die gleichen Lichtfarben erzeugen wie herkömmliche Beleuchtungen. Technisch ausgedrückt: LED können eine große Bandbreite von weißem Licht zur Verfügung stellen – das gängige Spektrum bei LED-Leuchten reicht von 2.500 („extra-warmweiß“) bis 8.000 Kelvin („tageslicht-weiß“). Möglich sind auch höhere Werte bis 10.000 Kelvin. Diese werden aber überwiegend im Außenbereich genutzt. Glühbirnen erreichen in der Regel 2.900 Kelvin.

Zudem sind LED stufenlos dimmbar. Dies erleichtert auch eine dynamische Steuerung von Lichtfarbe und Helligkeit, etwa um die Beleuchtung an den Tagesverlauf und Biorhythmus der Mitarbeiter anzupassen: ob in Büroräumen, auf Verkaufsflächen, in Produktions- und Lagerhallen oder an Laborarbeitsplätzen.

„LED-Leuchten sind überall einsetzbar“

Der Faktencheck: Tatsächlich sind LED noch breiter verwendbar als beispielsweise Energiesparlampen.

In Fluren, Treppenhäusern oder WCs fallen meist viele Schaltzyklen mit kurzen Beleuchtungszeiten an. Während das die Lebensdauer von Energiesparlampen drastisch verringert, überstehen LED auch häufiges Ein- und Ausschalten problemlos.

Schwierige Umgebungen: LED sind sehr widerstandsfähig, stoß- und vibrationsfest. Damit sind sie für Härtelagen in der Regel besser geeignet als Energiesparlampen.

Feuergefährdete Bereiche: LED-Leuchten entwickeln deutlich weniger Wärme als Glühlampen. Darum sind sie unter Brandschutzgesichtspunkten besser geeignet als andere Leuchtmittel.

Außenbereiche: LED-Leuchten geben keine UV- und Infrarotstrahlung ab. Darum wirken sie weniger „anziehend“ auf Insekten. Zudem werden sie auch mit extremen Minusgraden von bis zu -40° C problemlos fertig.

„LED-Beleuchtung ist weniger zeit- und wartungsintensiv“

Der Faktencheck: Durch ihre um ein Mehrfaches längere Lebensdauer sind LED weniger wartungsintensiv als etwa Energiesparlampen. Die Wartungsintervalle sind länger, zudem erlauben die einheitlichen Fassungen einen einfachen Austausch.

Auch die Entsorgung ist einfacher als bei Energiesparlampen, denn anders als Energiesparlampen brauchen LED nicht als Sondermüll entsorgt werden. Da sie elektronische Bauteile enthalten, müssen sie allerdings gemäß dem Elektro- und Elektronikgesetz (ElektroG) separat entsorgt werden. Dazu stehen im Handel Sammelboxen bereit, auch die Wertstoffhöfe nehmen die Leuchten an.

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Fazit

Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeit, Gesundheit, Lichtqualität, Bedien- und Wartungskomfort: Unser Faktencheck zeigt, dass LED klare Vorteile im Vergleich zu anderen Leuchtmitteln haben. Ein gewichtiges Gegenargument ist allenfalls der höhere Anschaffungspreis. Dieser amortisiert sich zwar in der Regel bereits nach einem Drittel der Betriebszeit, dennoch bedeutet eine umfassende Umstellung eine beträchtliche Initialinvestition. Darum etablieren sich zunehmend Contracting-Modelle, bei denen ein Contracting-Partner die anfänglichen Aufwendungen trägt. „Smart Light Efficiency“ ist ein solches LED-Contracting, bei dem die Lichtspezialisten Luminatis und MVV Ihre Umrüstung komplett übernehmen.

Smart Light Efficiency

Themen: LED

David Wagenblass

Autor: David Wagenblass

David Wagenblass ist seit vielen Jahren in der Energiewirtschaft tätig. Als Kooperationsmanager beriet er rund 10.000 Verbandsmitglieder in Energiefragen. Nebenbei unterstützte er als Autor den MVV Partner Blog. Seit Dezember 2019 ist er nun als Referent Markenführung und Sponsoring tätig. T +49 621 290-3656 E-Mail partner@mvv.de

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