Lohnt sich für Sie und Ihr Unternehmen heute schon ein Elektroauto? (Teil 1)

31.03.16 18:07 von David Wagenblass

E-Mobility LadesäuleEine geringere Reichweite und höhere Anschaffungskosten auf der einen Seite, niedrige laufende Kosten, Fahrspaß und ein Umwelt- und Imageplus auf der anderen Seite: Viele beschäftigen sich privat mit dem Umstieg auf ein Elektro Auto oder der Elektrifizierung des firmeneigenen Fuhrparks. Doch ob sich das heute schon lohnt, darüber besteht große Unsicherheit. Lesen Sie im ersten Teil alles über den aktuellen Stand der Elektromobilität in Deutschland, welche Kosten entstehen und welche Förderprogramme es aktuell gibt. Im zweiten Teil zum Thema E-Mobility erfahren Sie dann mehr über die Ladeinfrastruktur und was Sie beispielsweise im Falle einer Reparatur wissen sollten.

Was ist Elektromobilität?

Dieses Schlagwort steht für elektrisch angetriebene Fahrzeuge. Dazu gehören neben den Elektrofahrzeugen, welche in diesem Beitrag unter die Lupe genommen werden, auch Elektromotorräder, Hybridautos, O-Busse, Pedelecs, Straßenbahnen, Züge oder Schiffe.

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„Nationaler Entwicklungsplan Elektromobilität“ in Deutschland: Was steckt dahinter?

Die Bundesregierung hat das Ziel, bis zum Jahr 2020 eine Million E-Autos auf Deutschlands Straßen zu bringen. Deutschland soll sich zum Leitmarkt für Elektromobilität entwickeln. Dafür stehen eine Milliarde Euro für Forschung und Entwicklung von Elektromobilität zur Verfügung. Um den Verkauf stärker anzukurbeln plant die Bundesregierung subventionierte Anreize - voraussichtlich noch in dieser Legislaturperiode. Auch Kaufanreize für E-Autos im Fuhrpark sollen eingeführt werden, da sie 60 Prozent des Neuwagenmarktes ausmachen.

Wie viele Elektrofahrzeuge gibt es heute schon?

Genau 25.502 Elektro-PKW waren zum Stichtag 1. Januar 2016 in Deutschland unterwegs – 34,6 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Zum Vergleich: Zum Stichtag waren insgesamt 45.071.209 PKW angemeldet.

Verbessern Elektro Autos die Klimabilanz meines Fuhrparks?

Elektrofahrzeuge sind so sauber wie der Strom, mit dem sie fahren und mit dem sie produziert wurden. Sie haben keinen Auspuff und stoßen auch kein CO2 oder andere Schadstoffe aus. Entscheidend für ihre Energiebilanz ist vor allem, ob der getankte Strom ausschließlich aus erneuerbaren Energiequellen hergestellt wurde. Fazit: Je sauberer der Strom ist, den Ihre Firmenflotte tankt, desto stärker reduzieren Sie den CO2-Ausstoß.

Wie teuer ist ein batterieelektrisch betriebenes Fahrzeug für mein Unternehmen?

Ihre Firma muss für ein Elektro Auto derzeit noch mehr investieren als für einen vergleichbaren klassischen PKW. Dies liegt vor allem an den immer noch teuren Lithium-Ionen-Batterien. Experten rechnen damit, dass die E-Mobility bis zum Jahr 2020 deutlich günstiger wird. Denn durch die technische Weiterentwicklung können die Batterien immer preiswerter hergestellt werden. Auch die steigende Nachfrage nach Elektroautos wirkt sich positiv auf den Preis aus. Heute gibt es kleine Stromer wie den Smart fortwo electric drive oder den Renault Zoe bereits ab rund 20.000 Euro, das reichweitenstarke Model S von Tesla kostet ab 70.000 Euro. Eine aktuelle Studie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) hat ergeben, dass sich Elektrofahrzeuge für Firmen heute schon rechnen, wenn durch IT-Unterstützung Standzeiten vermieden und günstige Energiealternativen gewählt werden.

Gibt es Förderprogramme für Elektro Autos?

  • Sie sparen fünf Jahre lang die KFZ-Steuer für Ihr Elektrofahrzeug, wenn es erstmals zwischen dem 1. Januar 2016 und dem 31.12.2020 zugelassen wird. Ab dem 1.1.2021 entfällt diese Sonderregelung. Nach Ablauf der Steuerbefreiung ermäßigt sich die zu zahlende KFZ-Steuer um 50 Prozent.
  • Firmenwagenbesitzer dürfen den zu versteuernden Listenpreis um die Anschaffungskosten für das Batteriesystem reduzieren, jedoch höchstens um bis zu 10.000 Euro.
  • Auch die KfW-Förderbank unterstützt Elektromobilität. Wer als Unternehmer ein Elektrofahrzeug anschafft oder eine E-Ladesäule auf seinem Gelände errichtet, erhält über das KfW-Umweltprogramm 240/241 günstige Kredite zur Finanzierung.
  • Darüber hinaus fördern einige Bundesländer und zahlreiche Kommunen mit Unterstützung der regionalen Stromversorger die Erstanschaffung eines Elektrofahrzeugs.
  • Spezielle Rabatte bei der KFZ-Versicherung gibt es nicht. Allerdings gewähren einige Versicherer einen generellen Preisnachlass für besonders umweltfreundliche Automobile – hiervon profitieren natürlich auch Elektrofahrzeuge.

Lohnt sich ein E-Auto für mich?

Ob sich ein Elektrofahrzeug für Sie lohnt, hängt neben dem Anschaffungspreis von den folgenden Faktoren ab:

  • Wie sind Ihre Lademöglichkeiten am Arbeitsplatz und zu Hause?
  • Wie häufig und wie weit sind Sie beruflich unterwegs?
  • Können Sie Ihre Fahrten gut planen?

Hilfreich ist eine App auf dem Smartphone, zum Beispiel „E-Mobil Simulators", eine Kooperation zwischen der Technologie- und Innovationsberatung Invensity und der TU Darmstadt. Mit ihr können Sie feststellen, ob Ihr Profil zur Elektromobilität passt. Gut zu wissen: Die Betriebskosten für ein Elektrofahrzeug sind schon heute überzeugend. Sie sind wesentlich geringer als bei anderen Autos, denn Strom ist günstiger als Benzin. Der durchschnittliche Preis für 100 Kilometer in einem Elektro Auto liegt bei ca. 4 Euro.

In meinem Interview lesen Sie, welche Erfahrungen Herr Schmidt mit dem Umstieg auf ein E-Auto gemacht hat und ob es sich für ihn gelohnt hat.

Themen: E-Mobility

David Wagenblass

Autor: David Wagenblass

David Wagenblass ist seit vielen Jahren in der Energiewirtschaft tätig. Als Kooperationsmanager beriet er rund 10.000 Verbandsmitglieder in Energiefragen. Nebenbei unterstützte er als Autor den MVV Partner Blog. Seit Dezember 2019 ist er nun als Referent Markenführung und Sponsoring tätig. T +49 621 290-3656 E-Mail partner@mvv.de

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