Starten Sie in die Zukunft der E-Mobility

Zum 1. Januar 2016 waren 25.502 Elektroautos in Deutschland unterwegs. Das sind 34,6 Prozent mehr als im Jahr zuvor. In manchen Ländern wird sogar über ein Zulassungsverbot von kraftstoffbetriebenen Fahrzeugen nachgedacht. Auch in Deutschland steht dieses Verbot zur Diskussion. Doch eine konkrete Aussage gibt es noch nicht.

 

Für die Entwicklung der Elektromobilität ist aber auch die Automobilindustrie gefragt. Die meisten großen Hersteller bieten mittlerweile Elektroautos an. Hierzu zählen Audi, BMW, Citroen, Ford, Kia, Mercedes, Mitsubishi, Nissan, Opel, Peugeot, Renault, Smart, Tesla und VW. Allerding sind die Hersteller in diesem Bereich noch sehr zurückhaltend, sodass es im Kleinwagenbereich meist an ausreichender Auswahl und passenden Angeboten zu fairen Preisen fehlt. Ebenso muss zukünftig die Batterietechnik weiterentwickelt und stetig verbessert werden.

Welche Vorteile hat die Anschaffung eines Elektroautos?

  • Neben hohen Treibstoffeinsparungen sind die Betriebskosten geringer, da Strom günstiger ist als Benzin.
  • Es fallen niedrigere Steuer- und Versicherungsbeiträge an.
  • Elektromotoren sind weniger wartungsintensiv.
  • Das Elektroauto bietet neben der Kostenersparnis auch den Vorteil, dass es sehr leise ist und trotzdem eine beeindruckende Anzugsstärke aufweist. Ein Nissan e-NV200 beschleunigt beispielsweise innerhalb von drei Sekunden auf ca. 80 Stundenkilometer.
  • Mit dem Umstieg auf E-Mobility erhöhen Sie auch die Nachhaltigkeit Ihres Unternehmens. Wer seinen Alltag ökonomischer, ökologischer und sozialer gestalten möchte, für den bietet sich ein Elektroauto durchaus an.

Wie teuer ist ein Elektroauto?

Aktuell ist die Investition für ein Elektroauto noch höher als für ein herkömmliches Fahrzeug. Grund sind die noch kostspieligen Lithium-Ionen-Batterien. Allerdings sollen die Preise für Elektrofahrzeuge bis 2020 laut Experten deutlich sinken. Dies liegt an der technischen Weiterentwicklung. Denn dadurch können die Batterien günstiger hergestellt werden. Auch die Nachfrage spielt dabei eine große Rolle. Kleine E-Autos, wie den Smart fortwo electric drive oder den Renault Zoe gibt es zum Beispiel bereits ab 20.000 Euro. Für Unternehmen kann sich ein Elektroauto aber auch jetzt schon lohnen. Laut einer Studie des Bundesministeriume für Wirtschaft und Energie (BMWi) sollten dazu mit Hilfe der IT-Unterstützung Standzeiten vermieden und günstige Energiealternativen gewählt werden. Des Weiteren gibt es auch Förderungen, die bei der Finanzierung eines E-Autos unterstützen. 

E-Ladesäulen

Welche Fördermöglichkeiten für E-Fahrzeuge gibt es?

Förderung erfolgreich

Das Ziel der Bundesregierung lautet, bis 2030 eine Million Elektrofahrzeuge auf die Straßen zu bringen und einen Leitmarkt für E-Mobility zu etablieren. Aus diesem Grund hat die Regierung nun auch subventionelle Anreize, z. B. in Form einer Kaufprämie, ins Leben gerufen. Diese Kaufprämie gilt sowohl für Privatpersonen als auch für Unternehmen, die ihren Fuhrpark mit E-Autos ausstatten wollen.

 

Mit Hilfe von Fördemaßnahmen soll der Absatz neuer Elektrofahrzeuge angekurbelt und gleichzeitig die Schadstoffbelastung der Luft reduzeirt werden.

Kaufprämie

Mit der Kaufprämie fördert das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) den Erwerb (Kauf oder Leasing) eines neuen, erstmals zugelassenen, elektrisch betriebenen Fahrzeugs gemäß § 2 des Elektromobilitätsgesetzes. Dazu gehören reine Batterieelektroautos, von außen aufladbare Hybridelektrofahrzeuge (Plug-In-Hybrid) oder Brennstoffzellenfahrzeuge. Die Höhe der Förderung unterscheidet sich je nach Fahrzeugtyp. Für ein Batteriefahrzeug oder ein Brennstoffzellenfahrzeug erhält man eine Fördersumme von 2.000 Euro und für einen aufladbaren Hybridwagen 1.500 Euro.

 

Zu beachten sind dabei aber folgende Voraussetzungen:

  • Das Fahrzeugmodell befindet sich auf der Liste förderfähiger Fahrzeuge
  • Der Erwerb (Kauf oder Leasing) sowie die Erstzulassung erfolgten ab dem 18. Mai 2016
  • Die Erstzulassung erfolgte im Inland auf den Antragsteller
  • Die Zulassung dauert mindestens 6 Monate

Weitere Förderungen:

  • Bei erstmaliger Zulassung zwischen dem 1. Januar 2016 und dem 31. Dezember 2020 entfällt für fünf Jahre die KFZ-Steuer. Danach erhalten sie eine Ermäßigung um 50 Prozent auf diese Steuer.
  • Firmenwagenbesitzer dürfen den zu versteuernden Listenpreis um die Anschaffungskosten für das Batteriesystem um bis zu 10.000 Euro reduzieren. 
  • Die Anschaffung eines Elektroautos oder einer E-Ladesäule im Unternehmen wird von der KfW-Förderbank bezuschusst. Über das KfW-Umweltprogramm 240/241 wird ein günstiger Kredit zur Finanzierung gewährt.
  • Manche Bundesländer und Kommunen unterstützen ebenfalls die Erstanschaffung.

Wie hoch ist die Lebensdauer von Elektroautos?

Die Lebensdauer eines Elektroautos hängt hauptsächlich von der Batterie ab. Manche Hersteller geben eine Garantie von bis zu acht Jahren. Ein Austausch der Batterie ist auch möglich. Motorschäden sind hingegen äußerst selten, da es sich bei den Antriebsmotoren um Hochvoltsysteme handelt. Diese arbeiten sehr zuverlässig und weisen einen viel geringeren Verschleiß auf als bei Verbrennungsmotoren. Generell ist es sehr wichtig, von einer Werkstatt betreut zu werden, welche sich mit elektrischen Fahrzeugen auskennt.

Zufriedene Autofahrer

Welche Reichweite erreichen Elektroautos?

Wie bei der Lebensdauer ist auch für die Reichweite eines Elektrofahrzeugs die Batterie ein zentraler Faktor. Neben der Battergiegröße spielt zudem der Energiebedarf eine wichtige Rolle. Der Bedarf ergibt sich aus dem Gewicht des Autos, dem Fahrstil und dem Profil der zurückgelegten Strecke. Gerade in der Stadt hat man gute Chancen die Reichweite zu erhöhen. Denn durch den Stop-and-Go-Verkehr lädt sich das Auto immer wieder von selbst auf, sobald Sie vom Gas gehen. Die Reichweite der aktuellen Modelle liegt zwischen 100 und 550 Kilometer.

Wo und wie kann man Elektroautos aufladen?

E-Ladesäule

E-Autos im Fuhrpark können meist an einer Ladesäule innerhalb des Unternehmens geladen werden. Auch zu Hause können Elektroautos entweder über die Haushaltssteckdose oder über eine Heimladestation (Wallbox) aufgeladen werden. Wenn Sie das Auto über eine übliche Steckdose laden, sollten Sie jedoch beachten, dass ältere Installationen eventuell nicht auf eine so hohe Dauerbelastung ausgelegt sind. Denn ein Elektroauto benötigt zum Laden sehr viel elektrische Energie über einen langen Zeitraum hinweg. Eine Heimladestation bietet daher die nötige Sicherheit.

Dabei sollten Sie folgendes unbedingt beachten:

  • Lassen Sie die Installation einer Ladestation einen fachkundigen Elektroniker durchführen.
  • Bei gewerblicher Nutzung sollte ein FI Schutzschalter Typ B zum Einsatz kommen.
  • Bei der Ladestation sollte es sich um einen Qualitätshersteller handeln, der  geprüft und bei Automobilherstellern gelistet ist.
  • Der Hersteller sollte Ihnen auch zukünftig Updates, Services und Ersatzteile für die Ladestation zur Verfügung stellen.
Die Ladezeit hängt grundsätzlich davon ab, welche Ladestation verwendet wird, welche Ladetechnik das Auto aufweist und wie groß die Batterie ist. In der Regel dauert das Laden aber maximal acht Stunden und mit einer Schnellladestation sogar nur 45 Minuten. Zudem geht das Aufladen anfangs schneller, so dass in der ersten halbe Stunde sogar schon 80 % aufgeladen werden kann.
Weitere interessante Informationen zum Ladeprozess:
  • Die Batterien müssen vor dem Laden nicht vollständig entleert werden, da die fast ausschließlich verwendeten Lithium-Ionen-Batterien keinen Memory-Effect haben. Allerdings wirkt sich ein regelmäßiges Laden positiv auf den Akku und damit die Lebensdauer aus.
  • Wenn das Elektroauto einmal für mehrere Tage an einer Ladesäule oder Ladebox gelassen wird, schaltet sich der Stromfluss nach vollständiger Aufladung in der Regel automatisch ab.
  • Der Ladevorgang kann jederzeit abgebrochen werden. Allerdings sollte grundsätzlich immer eine Vollladung und eine tiefe Entladung vermieden werden.
  • Beim Laden unterscheidet man zwischen konduktivem und induktivem Laden. Bei ersterem wird die Energie über ein Ladekabel und ein Stecksystem übertragen. Bei der induktiven Ladung dagegen erfolgt das Aufladen per elektromagnetischer Induktion, also ohne Kabel.

Wie steht es um die Ladeinfrastruktur in Deutschland?

Das Thema Ladeinfrastruktur ist für viele Menschen eines der wichtigsten Kriterien für einen Umstieg auf E-Mobility. Denn neben der Reichweite des Fahrzeuges muss eben auch das Aufladen immer und überall möglich sein. Daher wurde Anfang des Jahres 2017 ein 300-Millionen-Euro-Förderprogramm genehmigt. Dieses ermöglicht es Investoren, Städten und Gemeinden Förderanträge zu stellen, um so den Aufbau einer flächendeckenden Ladeinfrastruktur mit bundesweit 15.000 Ladesäulen zu erreichen.

 

Des Weiteren wird aktuell an der weltweit größten Elektroauto-Tankstelle an der A8 bei Augsburg gearbeitet. Diese soll 144 Ladesäulen und noch viele weitere digital buchbare Dienstleistungen bereitstellen.

 

Webinar Aufzeichnung E-Mobility

Lohnen sich Elektroautos für jedes Unternehmen?

Neben dem Anschaffungspreis hängt das stark davon ab, wie die Lademöglichkeiten am Arbeitsplatz und zu Hause sind, wie häufig und wie weit man beruflich unterwegs ist und ob die Fahrten gut geplant werden können. Eine Studie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) ergab, dass sich die Anschaffung für Unternehmen heute bereits lohnt, wenn Standzeiten vermieden und günstige Energiealternativen gewählt werden. Zudem sind die Betriebskosten geringer, da Strom günstiger ist als Benzin. Ob sich ein E-Auto für Sie lohnt hängt auch davon ab, ob es ein für Ihre Anforderungen passendes Fahrzeug gibt. Wie viel Kilogramm soll die Zuladung mindestens umfassen? Wie viel Platz soll in dem Auto sein? Welche Reichweite muss es mindestens schaffen? Es ist also von Unternehmen zu Unternehmen individuell zu prüfen, ob sich ein Elektroauto tatsächlich lohnt.

Blogartikel
Webinare

E-Mobility – was Sie als gewerblicher Nutzer wissen sollten

E-Mobility ist die Zukunft – wir unterstützen Sie beim Einstieg. Unsere Energieexpertin Magalie Kley gibt iIhnen in der Webinar Aufzeichnungen wertvolle Informationen an die Hand.

Das erwartet Sie:

  • Wie steht es aktuell in Deutschland um das Thema Elektromobilität?

  • Welche staatlichen Förderungen und Steuervorteile gibt es?

  • Mit welchen Herausforderungen müssen Sie rechnen – von der Ladesäuleninfrastruktur über die Lade-Reichweite bis hin zur passenden Werkstatt

  • Welche Kosten fallen an und wie lange sind die Amortisationszeiten?

 

Webinar kostenfrei ansehen!

Magalie_Kley