Dampf-Contracting für die Industrie

Industrielle Dampferzeugung: Zuverlässige Dampfversorgung mit Contracting

Nachhaltige Lösungen für Pasteurisieren, Sterilisieren, Trocknen und mehr – wirtschaftlich und CO₂-arm.

Industrielle Dampferzeugung bezeichnet die technische Umwandlung von Wasser in Dampf unter kontrolliertem Druck und Temperatur für Produktionsprozesse. Ob Pasteurisieren, Sterilisieren, Trocknen oder CIP-Reinigung: Viele Produktionslinien stehen ohne Prozessdampf still.

Erdgas als Energieträger wird durch steigende CO₂-Preise zunehmend unwirtschaftlich. Hochtemperatur-Wärmepumpen, elektrische Dampferzeuger und Biomasseanlagen bieten erprobte Alternativen. Mit hohen Förderquoten und der Möglichkeit, die gesamte Umsetzung im Contracting ohne Eigeninvestition zu realisieren.

Dampferzeugung im Contracting_Dampfkessel
Contracting Industrie
Abwärmenutzung
Dampferzeugung
Wärme / Prozesswärme
Prozesskälte
Das Potenzial klimafreundlicher Dampferzeugung

Dampf ist unverzichtbar,
Erdgas nicht

Dampf zählt zu den wichtigsten Energieträgern in der produzierenden Industrie. Ob Pasteurisieren in der Molkerei, Sterilisieren in der Pharmaproduktion, Trocknen in der Papierherstellung oder CIP-Reinigung in der Lebensmittelverarbeitung – ohne Prozessdampf stehen viele Produktionslinien still.

Bislang erzeugen die meisten Betriebe ihren Dampf mit erdgasbefeuerten Dampfkesseln. Doch dieses Modell gerät unter Druck:

  • Steigende CO₂-Preise: Der europäische Emissionshandel verteuert fossile Brennstoffe kontinuierlich.
  • Hohe Energiepreis-Volatilität: Planungssicherheit wird zum Wettbewerbsfaktor.
  • Gesetzliche Vorgaben: Das Energieeffizienzgesetz (EnEfG) verpflichtet zur Abwärmenutzung.

Die Alternativen für klimafreundliche Dampferzeugung

  • Hochtemperatur-Wärmepumpen: Nutzen vorhandene Abwärme und heben sie auf Dampfniveau an.
  • Elektrische Dampferzeuger (Elektrodenkessel): Reagieren flexibel auf Lastspitzen und profitieren von günstigen Strompreisen.
  • Biomasseanlagen: Verwerten biogene Reststoffe und erzeugen CO₂-neutralen Dampf.

Alle drei Technologien sind erprobt, förderfähig und im Contracting ohne Eigeninvestition realisierbar.

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Die passende Technologie für Ihren Prozess

Drei Wege zur klimafreundlichen Dampferzeugung – und wie Sie den richtigen wählen

Nicht jede Technologie passt zu jedem Betrieb. Die Wahl hängt von mehreren Faktoren ab:

  • benötigtem Temperaturniveau
  • vorhandener Abwärme
  • Biomasseverfügbarkeit
  • Flexibilitätsanforderungen
teaser_industrie-wärmepumpe

Hochtemperatur-Wärmepumpe

Nutzt vorhandene Abwärme und hebt sie auf Prozesstemperatur. Aus einer kWh Strom entstehen vier bis fünf kWh Wärme.

Ideal bei: Abwärme aus Kühlanlagen, Abwasser oder Prozessabluft

Biomasse & Reststoffverwertung

Verbrennt biogene Reststoffe wie Holz, Stroh oder Produktionsreste zu CO₂-neutralem Dampf. Auch überhitzter Dampf über 300°C ist möglich.

Ideal bei: Verfügbaren Reststoffen und hohem Grundlast-Bedarf

Elektrodenkessel

Erzeugt Dampf direkt aus Strom – schnell regelbar und emissionsfrei vor Ort. Besonders wirtschaftlich bei niedrigen Spotmarkt-Preisen oder eigener PV-Anlage.

Ideal bei: Schwankendem Dampfbedarf oder günstigem Ökostrom

Energiepotenziale nutzen

Prozessdampf aus betriebseigener Abwärme erzeugen

In vielen Betrieben entweicht Wärme aus Produktionsprozessen, Kälteanlagen oder Druckluftsystemen ungenutzt in die Umgebung – ein Abfallprodukt, das Potenzial verschenkt. Dabei lässt sich genau diese Niedertemperaturwärme gezielt für die Dampferzeugung nutzen.

Moderne Wärmepumpentechnologien in Kombination mit mechanischer Dampfverdichtung (MVR) heben Abwärme stufenweise auf Prozessdampfniveau an. So entstehen aus Temperaturen von nur 5 °C am Ende bis zu 300 °C Hochdruckdampf – ohne fossile Brennstoffe.

Praxisbeispiel: Vom Abfallprodukt zum Hochdruckdampf

Die Grafik veranschaulicht eine Kaskadentechnologie, die Niedertemperaturwärme stufenweise bis auf 300 °C Hochdruckdampf transformiert:

Was bedeutet das für Ihre Dampfversorgung?

Sie nutzen Energie, die ohnehin anfällt – und machen sie produktiv. Statt fossile Brennstoffe einzukaufen, speisen Sie betriebseigene Wärmequellen in Ihre Dampferzeugung ein. Das senkt Brennstoffkosten, reduziert CO₂-Emissionen und macht Ihre Dampfversorgung unabhängiger von Energiepreisschwankungen.

Praxisbeispiel: Kaskadensystem für Hochtemperatur-Dampf

  1. Wärmequelle (5–40 °C): Abwärme aus Produktionsprozessen, Kälteanlagen oder Druckluftsystemen bildet den Ausgangspunkt.
  2. Großwärmepumpe (100–150 °C): Die Wärmepumpe hebt das Temperaturniveau an und erzeugt Heißwasser.
  3. Abhitzekessel (100–150 °C): Das Heißwasser wird in Niederdruckdampf (ND) umgewandelt.
  4. Dampfkompressor/MVR (150–300 °C): Die mechanische Dampfverdichtung komprimiert den Dampf auf Hochdruckniveau (HD) – für anspruchsvolle Industrieprozesse.
Prozessdiagramm: Anhebung von Niedertemperaturwärme (5–40 °C) über Großwärmepumpe, Dampferzeuger und Dampfkompressor auf Hochdruckdampf (150–300 °C) für industrielle Abwärmenutzung.
Unser Vorgehen

In fünf Schritten zur
klimafreundlichen Dampfversorgung

Von der Potenzialanalyse bis zum laufenden Betrieb – so läuft die Umsetzung ab

Die Umstellung auf klimafreundliche Dampferzeugung ist ein Projekt mit vielen Facetten: Technologieauswahl, Fördermittel, Genehmigungen, Bau und Betrieb. MVV begleitet Unternehmen durch den gesamten Prozess – auf Wunsch auch im Contracting-Modell ohne Eigeninvestition.

Schritt 1: Potenzialanalyse

  • Erfassung des aktuellen Wärme- und Dampfbedarfs
  • Identifikation nutzbarer Abwärmequellen
  • Prüfung verfügbarer Biomasse oder Reststoffe
  • Ergebnis: Erste Einschätzung der technischen Machbarkeit

Schritt 2: Technologieauswahl

  • Bewertung der passenden Technologie (Wärmepumpe, MVR, Elektrodenkessel, Biomasse)
  • Abgleich mit Prozessanforderungen (Temperatur, Druck, Lastprofil)
  • Berücksichtigung von Platzverhältnissen und Infrastruktur

Schritt 3: Wirtschaftlichkeitsberechnung & Fördermittel

  • Detaillierte Kosten-Nutzen-Analyse
  • Sensitivitätsanalyse für verschiedene Energiepreis-Szenarien
  • Identifikation passender Förderprogramme
  • Beantragung der Fördermittel vor Projektbeginn

Schritt 4: Planung & Umsetzung

  • Engineering und Detailplanung
  • Genehmigungsverfahren (falls erforderlich)
  • Bau und Installation der Anlage
  • Integration in bestehende Produktionsprozesse

Schritt 5: Betrieb & Optimierung

  • Inbetriebnahme und Abnahme
  • Laufender Betrieb und Wartung
  • Monitoring und kontinuierliche Optimierung
  • Langfristige Partnerschaft im Contracting-Modell
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Was macht unser Contracting anders?

Ein Partner, der die Komplexität übernimmt

Die Nutzung nachhaltiger Dampferzeugung erfordert ein systematisches Vorgehen. Nicht jede theoretisch verfügbare Wärmequelle eignet sich auch praktisch für eine wirtschaftliche Erschließung. MVV Enamic hat einen strukturierten Prozess entwickelt, der Sie von der ersten Bestandsaufnahme bis zur betriebsbereiten Anlage begleitet.

Was macht unser MVV Contracting anders
Über 1000 Kundenanlagen - Für jeden Kunden die beste Lösung

Erfolgsgeschichten aus der Industrie

So setzen Unternehmen auf Contracting mit MVV Enamic – und profitieren langfristig.

Unsere Referenzprojekte zeigen, wie vielfältig und wirkungsvoll Contracting Industrie sein kann. Ob Prozessdampf aus Biomasse, innovative Wärmepumpenlösungen oder saisonale Kälteversorgung mit Eisspeicher: MVV Enamic entwickelt und betreibt maßgeschneiderte Energielösungen, die wirtschaftlich, nachhaltig und zuverlässig funktionieren.

Jedes Projekt steht für eine erfolgreiche Partnerschaft – und für konkrete Vorteile wie CO₂-Einsparung, Versorgungssicherheit und Fördermitteloptimierung.

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Dampf aus Biomasseheizkraftwerk

Molkerei

  • Planung, Bau und Betrieb eines Biomasseheizkraftwerks sowie Errichtung der Energiezentrale mit Brennstofflager.
  • Jährliche Reduzierung der CO₂-Emissionen um 12.700 Tonnen durch die ökologische Dampfversorgung.
  • Erzeugung von 70.000 MWh Dampf und Einspeisung von 9.400 MWh Strom pro Jahr.
  • Umfassende Betriebsführung der Erzeugungsanlagen für den Molkerei Kunden.

FAQs: Klimafreundliche Dampferzeugung

Sie haben Fragen – wir liefern klare Antworten.

Unsere Kunden stellen uns regelmäßig Fragen rund um Dampftechnologien, Contracting, Wirtschaftlichkeit und Fördermöglichkeiten.

Was ist industrielle Dampferzeugung?

Industrielle Dampferzeugung bezeichnet die Umwandlung von Wasser in Prozessdampf unter kontrolliertem Druck und Temperatur. Der Dampf treibt Produktionsprozesse an – vom Pasteurisieren in Molkereien über Sterilisieren in der Pharmaproduktion bis zur CIP-Reinigung in der Lebensmittelindustrie. Je nach Anwendung wird Sattdampf (3–40 bar, 130–250 °C) oder überhitzter Dampf (bis über 400 °C) benötigt.

Rechnet sich die Umstellung auf klimafreundliche Dampferzeugung?

In den meisten Fällen ja – oft schneller als erwartet. Eine Hochtemperatur-Wärmepumpe erzeugt aus 1 kWh Strom 4–5 kWh Wärme. Bei 15 ct/kWh Strompreis liegen die effektiven Wärmekosten bei 3,3 ct/kWh – günstiger als Erdgas mit CO₂-Aufschlag. Konkret: Eine Molkerei mit 4.000 MWh Dampfbedarf spart nach Umstellung 160.000 € pro Jahr. Mit EEW-Förderung amortisiert sich die Investition in etwa 3 Jahren.

Was ist der Unterschied zwischen Wärmepumpe und Elektrodenkessel?

Beide nutzen Strom, aber unterschiedlich effizient. Die Wärmepumpe braucht eine Abwärmequelle (z. B. Kühlanlage, Abwasser) und hebt deren Temperatur an – aus 1 kWh Strom entstehen 4–5 kWh Wärme. Der Elektrodenkessel wandelt Strom direkt in Dampf um (Verhältnis 1:1), braucht aber keine Abwärme und reagiert in Sekunden. Faustregel: Wärmepumpe für niedrigste Betriebskosten, Elektrodenkessel für maximale Flexibilität.

Kann ich klimafreundliche Dampferzeugung ohne Eigeninvestition umsetzen?

Ja, im Contracting-Modell. MVV übernimmt Finanzierung, Planung, Bau und Betrieb der Anlage. Sie zahlen eine feste monatliche Rate und beziehen Dampf als Dienstleistung. Die Investitionssumme bleibt für Ihr Kerngeschäft verfügbar. Fördermittel fließen direkt in die Kalkulation und senken Ihre Rate.

Welche Fördermittel gibt es für klimafreundliche Dampferzeugung?

Die Bundesförderung für Energie- und Ressourceneffizienz (EEW) bezuschusst Wärmepumpen, Elektrodenkessel und Biomassekessel mit einem großen Teil der Investitionskosten. Kleine und mittlere Unternehmen können zusätzlich Fördermittel erhalten. Wichtig: Der Antrag muss vor Projektbeginn gestellt werden. Im Contracting übernimmt MVV die komplette Antragstellung.

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