Effiziente Kälteversorgung ohne Investitionsrisiko

Prozesskälte Contracting für die Industrie

Ihre Kälteanlage ist veraltet. Die Energiekosten steigen. Und die neue F-Gase-Verordnung (EU) 2024/573 verschärft die Anforderungen an Kältemittel. Gleichzeitig bindet eine Neuinvestition Kapital, das Sie für Ihr Kerngeschäft brauchen.

Die Lösung: Prozesskälte Contracting. Sie erhalten eine moderne, effiziente Kälteanlage – ohne eigene Investition. MVV Enamic plant, finanziert, baut und betreibt die Anlage. Sie zahlen nur für die gelieferte Kälte.

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Contracting Industrie
Abwärmenutzung
Dampferzeugung
Wärme / Prozesswärme
Prozesskälte
Die Herausforderung

Steigende Kosten und
strengere Auflagen bei Kälteanlagen

Hohe Investitionskosten für moderne Kältetechnik

Eine neue Kälteanlage für industrielle Anwendungen kostet schnell mehrere hunderttausend Euro. Dieses Kapital fehlt dann für Investitionen in Produktion, Digitalisierung oder Expansion. Viele Unternehmen schieben deshalb notwendige Modernisierungen auf – und zahlen dafür mit höheren Betriebskosten und Ausfallrisiken.

Energiekosten als wachsender Kostenfaktor

Kälte- und Klimatechnik zählt zu den größten Stromverbrauchern in Deutschland: Laut einer vom Forschungsrat Kältetechnik im VDMA beauftragten Studie entfallen rund 14 % des gesamten deutschen Stromverbrauchs auf kältetechnische Anwendungen (VDMA, 2020). Ineffiziente Altanlagen verstärken den Energiebedarf zusätzlich und erhöhen die Betriebskosten insbesondere vor dem Hintergrund gestiegener Energiepreise in Industrie und Gewerbe.

F-Gase-Verordnung (EU) 2024/573: Neue Anforderungen an Kältemittel

Die EU hat mit der Verordnung (EU) 2024/573 die Regeln für fluorierte Treibhausgase (F-Gase) deutlich verschärft (Europäische Union, 2024). Die wichtigsten Änderungen für Betreiber von Kälteanlagen:

  • Schrittweises Verbot von Kältemitteln mit hohem GWP (Global Warming Potential): Kältemittel wie R134a oder R404A werden in neuen Anlagen zunehmend verboten.
  • Strengere Leckage-Kontrollen: Betreiber müssen regelmäßige Dichtheitskontrollen durchführen und dokumentieren.
  • Phase-down der HFC-Mengen: Die verfügbare Menge an teilfluorierten Kohlenwasserstoffen (HFC) wird bis 2030 auf 21 % des Ausgangswerts von 2015 reduziert.
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Was ist Kälte-Contracting?

Beim Kälte-Contracting übernimmt ein spezialisierter Energiedienstleister – der Contractor – die komplette Verantwortung für Ihre Kälteversorgung. Das Modell funktioniert so:

  • Planung: Der Contractor analysiert Ihren Kältebedarf und entwickelt ein maßgeschneidertes Konzept.
  • Finanzierung: Der Contractor trägt die Investitionskosten für die neue Kälteanlage.
  • Bau und Installation: Der Contractor errichtet die Anlage auf Ihrem Betriebsgelände.
  • Betrieb und Wartung: Der Contractor betreibt die Anlage über die gesamte Vertragslaufzeit und sorgt für Wartung, Instandhaltung und Optimierung.

Sie als Kunde kaufen nicht die Anlage, sondern die Kälte als Dienstleistung abgerechnet in Kilowattstunden (kWh). Die Anlage bleibt im Eigentum des Contractors.

Was macht unser MVV Contracting anders
Die Technik

Technische Lösungen
für Ihre Industriekälte

Kompressionskältemaschinen

Kompressionskältemaschinen sind der Standard in der Industriekälte. Ein Verdichter komprimiert das Kältemittel, wodurch es sich erwärmt. Die Wärme wird an die Umgebung abgegeben. Anschließend entspannt sich das Kältemittel und nimmt dabei Wärme aus dem zu kühlenden Medium auf.

Einsatzbereich: Temperaturen von +15 °C bis -40 °C, Leistungen von wenigen kW bis mehrere MW.

Absorptionskältemaschinen – Kälte aus Abwärme

Absorptionskältemaschinen nutzen Wärme statt Strom als Antriebsenergie. Das macht sie ideal für Standorte mit verfügbarer Abwärme – etwa aus Produktionsprozessen, Blockheizkraftwerken oder Druckluftkompressoren.

Funktionsprinzip: Ein Kältemittel verdampft bei niedrigem Druck und entzieht dabei dem Kühlwasser Wärme. Ein Absorptionsmittel nimmt den Dampf auf. Durch Zufuhr von Wärme wird das Kältemittel wieder ausgetrieben – der Kreislauf beginnt von vorn.

Vorteil: Stromverbrauch um bis zu 90 % niedriger als bei Kompressionskältemaschinen. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Artikel: Kälte aus Abwärme

Synergien nutzen: PV-Strom für Kälteerzeugung

Kältebedarf und Sonneneinstrahlung korrelieren oft zeitlich: Im Sommer, wenn die Sonne am stärksten scheint, ist auch der Kühlbedarf am höchsten. Diese Synergie lässt sich nutzen:

  • Photovoltaik-Anlage auf dem Dach erzeugt Strom
  • Kälteanlage nutzt den PV-Strom direkt
  • Überschüsse werden ins Netz eingespeist oder gespeichert

Das Ergebnis: Kälte aus Sonnenstrom mit minimalen Energiekosten und maximalem Klimaschutz. MVV Enamic bietet alle Lösungen aus einer Hand lässt sich optimal mit Kälte-Contracting kombinieren.

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Energiecontracting_Flowchart_Energieversorgung mit allen Flexibilitaeten_16-9
Unser Vorgehen

Der Weg zu Ihrer neuen Kälteanlage

Von der Potenzialanalyse bis zum laufenden Betrieb – so läuft die Umsetzung ab

Die Umstellung auf nachhaltige Kälte ist ein Projekt mit vielen Facetten: Technologieauswahl, Fördermittel, Genehmigungen, Bau und Betrieb. MVV Enamic begleitet Sie durch den gesamten Prozess.

Schritt 1: Bestandsaufnahme & Lastganganalyse

Im ersten Schritt erfassen wir Ihren aktuellen Kältebedarf:

  • Welche Prozesse benötigen Kälte?
  • Welche Temperaturniveaus sind erforderlich?
  • Wie verteilt sich der Bedarf über Tag, Woche und Jahr?
  • Dazu analysieren wir Ihre bestehende Anlage, werten Verbrauchsdaten aus und führen Messungen durch.

Schritt 2: Konzeptentwicklung & Wirtschaftlichkeitsberechnung

Auf Basis der Analyse entwickeln wir ein maßgeschneidertes Konzept:

  • Auswahl der optimalen Technologie (Kompression, Absorption, Hybrid)
  • Dimensionierung der Anlage
  • Integration von Effizienzmaßnahmen (Freie Kühlung, Wärmerückgewinnung)
  • Auswahl zukunftssicherer Kältemittel
Sie erhalten eine transparente Wirtschaftlichkeitsberechnung mit allen Kosten und Einsparungen.

Schritt 3: Umsetzung & Inbetriebnahme

Nach Ihrer Freigabe beginnt die Umsetzung:

  • Detailplanung und Genehmigungen
  • Beschaffung und Fertigung
  • Installation und Anschluss
  • Inbetriebnahme und Optimierung

Die Umstellung erfolgt so, dass Ihre Produktion möglichst wenig beeinträchtigt wird.

Schritt 4: Betrieb, Wartung & Optimierung

Während der gesamten Vertragslaufzeit übernehmen wir:

  • Betriebsführung: 24/7-Überwachung und Steuerung
  • Wartung: Regelmäßige Inspektionen und vorbeugende Instandhaltung
  • Optimierung: Kontinuierliche Verbesserung der Effizienz
  • Reporting: Transparente Berichte zu Verbrauch und Kosten
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Über 1000 Kundenanlagen - Für jeden Kunden die beste Lösung

Erfolgsgeschichten aus der Industrie

So setzen Unternehmen auf Contracting mit MVV Enamic – und profitieren langfristig.

Unsere Referenzprojekte zeigen, wie vielfältig und wirkungsvoll Contracting Industrie sein kann. Ob Prozessdampf aus Biomasse, innovative Wärmepumpenlösungen oder saisonale Kälteversorgung mit Eisspeicher: MVV Enamic entwickelt und betreibt maßgeschneiderte Energielösungen, die wirtschaftlich, nachhaltig und zuverlässig funktionieren.

Jedes Projekt steht für eine erfolgreiche Partnerschaft – und für konkrete Vorteile wie CO₂-Einsparung, Versorgungssicherheit und Fördermitteloptimierung.

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Dampf aus Biomasseheizkraftwerk

Molkerei

  • Planung, Bau und Betrieb eines Biomasseheizkraftwerks sowie Errichtung der Energiezentrale mit Brennstofflager.
  • Jährliche Reduzierung der CO₂-Emissionen um 12.700 Tonnen durch die ökologische Dampfversorgung.
  • Erzeugung von 70.000 MWh Dampf und Einspeisung von 9.400 MWh Strom pro Jahr.
  • Umfassende Betriebsführung der Erzeugungsanlagen für den Molkerei Kunden.

FAQs: Häufige Fragen zu Prozesskälte und Contracting

Sie haben Fragen – wir liefern klare Antworten.

Unsere Kunden stellen uns regelmäßig Fragen rund um Prozesskälte, Contracting, Wirtschaftlichkeit und Fördermöglichkeiten.

Was versteht man unter Prozesskälte Contracting?

Prozesskälte Contracting ist ein Betreibermodell, bei dem ein Energiedienstleister (Contractor) die Planung, Finanzierung, Installation und den Betrieb einer Kälteanlage für ein Industrieunternehmen übernimmt. Statt in eine eigene Anlage zu investieren, bezahlt der Kunde lediglich einen vertraglich fixierten Preis für die bereitgestellte Kälteleistung (in kWh) oder eine monatliche Grundpauschale. Die Anlage verbleibt im Eigentum des Contractors, der auch das technische Risiko trägt.

Lohnt sich Kälte-Contracting im Vergleich zum Eigenkauf?

Contracting lohnt sich besonders für Unternehmen, die Liquidität schonen und Investitionsstaus auflösen wollen. Während der Eigenkauf hohe Anfangsinvestitionen (CAPEX) erfordert, verschieben sich die Kosten beim Contracting in die Betriebskosten (OPEX). In einer Total-Cost-of-Ownership (TCO) Betrachtung ist Contracting oft günstiger, da der Contractor durch hocheffiziente Technik (z. B. Freikühler, drehzahlgeregelte Pumpen) die Stromkosten massiv senkt und teure ungeplante Reparaturen im Festpreis bereits inkludiert sind.

Welche Kältemittel sind nach der F-Gase-Verordnung (EU) 2024/573 noch erlaubt?

Zukunftssicher sind primär natürliche Kältemittel mit einem Global Warming Potential (GWP) nahe null, da diese von den Verboten der F-Gase-Verordnung ausgenommen sind. Dazu zählen:

  • Ammoniak (R717): Ideal für große Industriekälteanlagen (GWP 0).
  • Propan (R290): Für kleine bis mittlere Leistungsbereiche (GWP 3).
  • CO₂ (R744): Häufig in der Gewerbekälte und Tiefkühlung (GWP 1).
Wer trägt das Risiko bei einem Ausfall der Kälteanlage?

Beim Contracting liegt das Betriebsrisiko vollständig beim Contractor. Im Vertrag werden Verfügbarkeiten garantiert. Fällt die Anlage aus, ist der Contractor verpflichtet, unverzüglich für Reparatur oder Ersatz zu sorgen – auf eigene Kosten. Durch 24/7-Fernüberwachung und präventive Wartung werden Störungen meist erkannt, bevor sie die Produktion beeinträchtigen.

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