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Einspar-Contracting: „Bei uns kann Ineffizienz einpacken“

Winter 2017/18
Seine neue Bürobeleuchtung schaltet Franz Hacker mit einem Lächeln auf den Lippen an. Denn er weiß: Der Lichtenergieverbrauch ist um 62 Prozent gesunken – und der CO2-Ausstoß um rund 200 Tonnen.
 
 
„Jeden Tag produzieren bei uns rund 1.000 Mitarbeiter an vier Standorten mehr als drei Millionen Packmittel – mit entsprechenden Energiekosten“, sagt Hacker, Geschäftsführer der Linhardt & Co. GmbH, eines der führenden Verpackungshersteller in Europa. „Vor einem Jahr haben wir daher unseren Verbrauch näher unter die Lupe genommen, auch bei der Beleuchtung.“ Linhardt geht es dabei um mehr als um Kostensenkungen: Das Unternehmen möchte nachhaltige Produkte mit einer nachhaltig ausgerichteten Produktion herstellen. Deshalb haben sich Hacker und seine Mitarbeiter das ehrgeizige Ziel gesetzt, die Produktion binnen drei Jahren komplett CO2-frei zu gestalten.
 
Wie lässt sich dieses Ziel erreichen? „Das ist eine Frage für Spezialisten“, entschied Hacker – und holte sich externes Know-how ins Haus. Nach einer Initialphase mit einem spezialisierten Berater nahm Hacker dann das Mannheimer Energieunternehmen MVV als Partner mit an Bord.

„Das ist eine Frage für Spezialisten“

Dabei lag dem badischen Verpackungshersteller zunächst die Verbesserung der Wärme- und Kälteversorgung am Herzen. Jetzt versorgt ein Blockheizkraftwerk (BHKW) Linhardt mit Strom und Wärme für den Eigenverbrauch. Während die Wärme im Winter zu Heizzwecken dient, wird sie im Sommer durch den Einsatz einer Absorptionskältemaschine zu Kühlzwecken in Kälte umgewandelt. Das BHKW ist dadurch rund ums Jahr ausgelastet und arbeitet entsprechend wirtschaftlich. Linhardt profitiert zudem von der reduzierten EEG-Umlage: Für den selbstgenutzten Strom muss das Unternehmen jetzt nur noch 40 statt 100 Prozent der Umlage bezahlen. Gleichzeitig wird Linhardt „grüner“: Durch das BHKW sinkt der CO2-Ausstoß um jährlich 700 Tonnen. Als Komplettdienstleister übernahm MVV hierbei für Linhardt Planung, Bau und Finanzierung der Anlage sowie die vollständige Betriebsführung.

Contracting: Energieeffiziente LED statt Neonröhren

Neben der verbesserten Wärme- und Kälteversorgung kam schnell auch die Beleuchtung in den Blick. Bislang hatte Linhardt dabei stark auf Neonröhren gesetzt. Hacker und sein Team stellten sich die Frage: Rechnet sich die Umstellung der rund 1.700 Leuchten auf LED? Ist die Umstellung auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gut – Stichwort: Helligkeit? Und wie lassen sich die Einspareffekte am effizientesten realisieren?
 
Die Antwort lieferte MVV mit ihrem auf Beleuchtungslösungen spezialisierten Beteiligungsunternehmen Luminatis. Nach der Analyse zeichnete sich ab, dass sich ein Contracting-Modell für Linhardt durchaus rechnet. „Wir sind auf Wachstumskurs und investieren ohnehin bereits durchschnittlich 10 bis 15 Prozent unseres Jahresumsatzes“, sagt Hacker. Daher war er auch beim Thema Beleuchtung offen für eine investitionsneutrale Lösung. Bei der jetzt realisierten Contracting-Lösung trug daher MVV die Initialkosten, d. h., Linhardt musste kein eigenes Kapital in die Umrüstung auf LED-Beleuchtung stecken. Als Contractor refinanziert MVV die getätigten Investitionen dabei ausschließlich über die realisierten Energieeinsparungen. Auch Hacker und seine Mitarbeiter profitieren sofort von den erzielten Einsparungen: „Von der ersten Minute an können wir einen Teil davon auf unserer Habenseite verbuchen, und das, ohne eigenes Kapital zu binden.“
 

So funktioniert LED-Contracting

LED-Contracting
 
Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Allein durch die Umstellung der Beleuchtung auf sparsame und langlebige LED-Technologie kann Linhardt den Stromverbrauch in diesem Bereich um gut 62 Prozent senken. Trotz der spürbar niedrigeren Kosten sind die Produktions- und Verwaltungsbereiche heute heller und angenehmer beleuchtet – sehr zur Freude der Mitarbeiter. Kurz: „Unsere Produktionsanlagen zählen in unserer Branche zu den modernsten weltweit“, so Hacker – und dasselbe kann er nun auch von seiner Beleuchtungsanlage sagen.

Das Wichtigste für schnelle Leser

Eine Reduzierung des Lichtenergieverbrauchs um 62 Prozent, gelang dem badischen Verpackungshersteller durch ein LED-Contracting mit MVV. Das Mannheimer Energieunternehmen übernahm die Initialinvestition für die Umrüstung der 1.700 Neonröhren auf energieeffiziente LED. Linhardt profitiert dabei ab der ersten Minute von den erzielten Energieeinsparungen, ohne eigenes Kapital binden zu müssen. Zudem ist das neue Licht heller und angenehmer – zur Freude der Mitarbeiter in der Produktion und Verwaltung. Verbessert wurde auch die Kälte- und Wärmeversorgung: Ein BHKW mit zusätzlicher Absorptionskältemaschine sorgt für eine wirtschaftliche Energieversorgung und reduziert gleichzeitig den CO2-Ausstoß um jährlich 700 Tonnen. Als Komplettdienstleister übernahm MVV hierbei Planung, Bau und Finanzierung der Anlage sowie die vollständige Betriebsführung.
Interview mit Franz Hacker, Geschäftsführer der Linhardt & Co. GmbH

Energieeffizienz erhöhen: 7 Fragen an Franz Hacker

 
Warum haben Sie das Thema Energieeffizienz angepackt?
Unsere Vision bei Linhardt ist es, in drei Jahren eine CO2-freie Produktion zu realisieren. Energieeffizienz ist ein Teil der Innovation, für die wir stehen und ohne die wir nicht wettbewerbsfähig sein könnten. Durch die Zusammenarbeit mit MVV vermeiden wir bereits jetzt einen Ausstoß von 900 Tonnen CO2 pro Jahr. Diese Einsparung ist eine Menge für ein Unternehmen unserer Größe.
 
Rechnen sich die Energieeffizienzmaßnahmen unter dem Strich?
Energie ist nicht billig und somit ein wesentlicher Bestandteil unserer Kostenkalkulation. Die Grundidee ist einfach: Energie, die ich einsparen kann, muss ich nicht bezahlen. Die Berechnungen zur Amortisation zeigen: Insgesamt senken wir durch das Projekt mit MVV unsere laufenden jährlichen Bezugskosten für Energie um einen hohen fünfstelligen Betrag.
 
Warum stand das Thema Kälte- und Wärmeversorgung im Vordergrund?
Wir nehmen gerade neue Linien in unsere Produktionshallen auf. Dadurch steigen unser Bedarf an Prozesskälte sowie -wärme und die Notwendigkeit, diese zukunftsfähig zu machen. Energieeffizienz, Verantwortung für die Umwelt und Wirtschaftlichkeit standen für uns bei der Modernisierung im Vordergrund.
 
Warum fiel Ihr Augenmerk auf die Beleuchtung?
Die Beleuchtung rückte schnell in unser Blickfeld, da sie kein unwesentlicher Posten auf der Stromrechnung ist. Zudem hat die LED-Technik in den letzten Jahren große Fortschritte gemacht. Die Umstellung auf LED haben wir binnen zwei Monaten in Produktion und Verwaltung umgesetzt. Dadurch konnten wir den Energieeinsatz für Licht um 62 Prozent und den CO2-Ausstoß um circa 200 Tonnen reduzieren.
 
Wie kommt die neue LED-Beleuchtung an?
Durch die neuen LEDs konnten wir die Helligkeit auf effiziente Weise erhöhen. Das trägt zum Wohlbefinden und zur Motivation unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei – wenn es heller ist, fühlt man sich wohler und das Arbeiten ist angenehmer. Das gilt sowohl für die Produktion als auch für den Verwaltungsbereich.
 
Wie entstand die Zusammenarbeit mit MVV?
Wir sind keine Energieexperten und haben mit dem Gesamtprojekt Neuland betreten. Deshalb haben wir einen Partner gesucht, mit dem wir direkt und schnell kommunizieren und unsere Punkte angehen können.
 
Ihr Fazit zur Zusammenarbeit mit MVV?
Bei MVV fühlten wir uns vom ersten Tag an richtig gut aufgehoben. Sie sehen sich als ganzheitlichen Anbieter, der nicht nur die Energie bis zu unserem Tor liefert, sondern auch das Thema Effizienz auf unserem Hof umsetzt, so dass wir einen wirtschaftlichen Vorteil davon haben. Sie bieten alles aus einer Hand, wir mussten keine eigenen Ressourcen binden oder eigene Techniker abstellen. Das gefundene Contracting-Modell hat es uns zudem erlaubt, die Umstellung ohne eigene Initialinvestition zu realisieren.

Sieben Top-Gründe für ein Energiemanagement

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  • Wer weniger Energie verbraucht, reduziert die Kosten und steigert die Wettbewerbsfähigkeit seines Unternehmens.
  • Das Unternehmensimage profitiert, wenn Ihr Betrieb umweltfreundlich und ressourcenschonend arbeitet.
  • Die Erfassung und Analyse des Energieverbrauchs mit einem intelligenten Energiemanagementsystem wie econ von econ solutions liefert die dafür notwendige Transparenz.
  • Übersichtliche Darstellungen, Grafiken und Kennzahlen zeigen Ihnen alles, was Sie wissen müssen, um den Energieverbrauch zu optimieren: den normalen Energieverbrauch Ihres Unternehmens, Soll-/Ist-Abweichungen, Kostentreiber wie große Verbraucher, Lastspitzen etc.
  • So können Sie Einsparpotenziale aufzeigen, den Erfolg Ihrer Maßnahmen beziffern und für das nötige Energiebewusstsein im Unternehmen sorgen.
  • Der Staat belohnt Ihr Engagement für mehr Energieeffizienz: Die Anschaffung eines Energiemanagementsystems wie econ wird von der BAFA gefördert. Unternehmen des produzierenden Gewerbes profitieren zudem von Steuererleichterungen, wenn sie die ISO 50001 erfüllen.
  • Energiemanagementsysteme wie econ sind kostengünstig. Sie amortisieren sich durch die erzielten Energieeinsparungen in kürzester Zeit. Die Systeme integrieren sich problemlos in die vorhandene Infrastruktur und arbeiten durch offene Schnittstellen herstellerunabhängig. Erste Ergebnisse erhalten Sie im Handumdrehen.
BHKW

Blockheizkraftwerk (BHKW) bei Linhardt

Linhardt Produktion

Produktionsmaschine bei Linhardt

Linhardt Produktionshalle

Produktionshalle bei Linhardt

Verpackungen

Herstellung von Verpackungen

Lagerhalle

Große Lagerkapazitäten bei Linhardt

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