Energieaudit: Mobiles Messsystem gegen Energiefresser?

11.04.19 10:58 von Philip Würfel

mobiles MesssystemImmer mehr Unternehmen schauen genauer hin, wo sich in ihrem Betrieb heimliche Energiefresser verstecken. Sei es mit Blick auf das Folge-Energieaudit oder um die Energiekosten zu senken. Ein schneller und einfacher Weg dahin sind mobile Messsysteme: Sie erfassen Messdaten ohne großen Aufwand systematisch und stellen Stromverbräuche transparent dar. Auch die Ergebnisse fest installierter Messgeräte lassen sich so überprüfen. Das kann sich lohnen, wie unser Praxisbeispiel zeigt.

Energieaudit macht deutlich: 40 Prozent der Untermessungen falsch

Viele Unternehmen verlassen sich bei der Messdatenerfassung auf fest installierte Messungen im Betrieb – doch die vermeintliche Sicherheit kann trügerisch sein.

Unser Beispiel: Ein Energieaudit bei einem Lebensmittelproduzenten. Hier zweifelte der Auditor die dauerhaften Untermessungen des Betriebes an. Zudem wunderte er sich über die hohe Grundlast beim Stromlastgang.

Die Empfehlung des Experten: Die fest installierte Messung durch ein mobiles Messsystem überprüfen lassen. Der Lebensmittelproduzent entschied sich dabei für die von unserer Unternehemensgruppe angebotene Lösung „econ case“. Und stellte fest, dass 40 Prozent seiner bisherigen Messungen falsch waren. Grund dafür waren fehlerhafte Wandlerfaktoren, die das Unternehmen daraufhin korrigieren ließ.

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Raumklimatisierung als Verursacher der hohen Grundlast

Das mobile Messsystem führte in dem Praxisbeispiel zu einer weiteren Überraschung: Es enttarnte die Kälteanlage für die Raumklimatisierung als einen Hauptverursacher der hohen Grundlast. Das Unternehmen war davon ausgegangen, dass diese Kälteanlage in den bisherigen Messungen erfasst würde – doch das war nicht der Fall. Fehler entdeckt, Problem behoben: Das Unternehmen berichtigte die Aufteilung des Stromverbrauchs im Energieaudit. Jetzt entwickelt es mit Unterstützung des Auditors Maßnahmen, um den Stromverbrauch zu reduzieren.

Wann macht ein mobiles Messsystem Sinn?

Das Praxisbeispiel zeigt: Es ist wichtig, den Energieeinsatz und die Energieverwendung im eigenen Unternehmen genau zu kennen und regelmäßig zu überprüfen. Dabei gilt es, jeden Verbraucher unter die Lupe zu nehmen. Nur so kommen Sie unnötigen Energiefressern auf die Spur. Durch Vorher-Nachher-Messungen lässt sich zudem der Erfolg von Einsparmaßnahmen ermitteln – zum Beispiel im Rahmen eines Wiederholungsaudits.

Dazu setzen viele Firmen auf fest installierte Energiemessgeräte. Doch das muss nicht immer die beste Lösung sein. Denn mittlerweile gibt es sehr leistungsstarke mobile Messgeräte. Diese verfügen über eine integrierte Auswertungssoftware für Ströme, Spannungen und Leistungswerte. Dank Plug & Play lassen sich die Geräte einfach anschließen und die Messungen im indirekten Verfahren unkompliziert durchführen. Damit stellen mobile Messsysteme eine optimale Ergänzung zu fest installierten Messgeräten dar.

Pluspunkte eines mobilen Messsystems für das Energieaudit

Mit den mobil gemessenen Daten können Unternehmen:

  • die in dem Initialaudit erhobenen Daten verifizieren oder Lücken und Schwachstellen aufdecken.
  • den Nachweis für beschlossene und tatsächlich umgesetzte Effizienzmaßnahmen erbringen.
  • die Grundlage für zukünftige Maßnahmen legen.

Fazit

Egal ob Sie die Ergebnisse fest installierter Messsysteme überprüfen oder einfach direkt Kosten sparen wollen: In beiden Fällen können mobile Messgeräte empfehlenswert sein. Das gilt besonders, wenn in Ihrem Unternehmen ein Wiederholungsaudit ansteht. Erfahrene Auditoren können Sie dabei beraten, ob das für Sie sinnvoll ist und welche Lösung sich anbietet. Beachten Sie, dass das Energieaudit Pflicht ist - zumindest für einige unter Ihnen. Wenn Sie sich nicht sicher sind, machen Sie unseren kostenlosen Check hier.

 

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Themen: Energieaudit

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Philip Würfel

Autor: Philip Würfel

Philip Würfel ist seit Dezember 2019 Geschäftsführer der econ solutions GmbH. Davor war er Leiter der Lösungsentwicklung der MVV Enamic. Schwerpunkt seiner Tätigkeit ist der Aufbau und die Weiterentwicklung von digitalen Geschäftsmodellen im B2B Segment.

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