Was ist die Förderung Transformationskonzepte im EEW?

15.06.22 08:15 von Jörg Lieske

Foerderung_TransformationskonzepteKommunen und große wie kleine Unternehmen aufgepasst: Die Erstellung von langfristigen Konzepten zur Dekarbonisierung wird gefördert! Diese Förderung unterstützt Sie bei der Planung und Umsetzung der eigenen Energiewende hin zur Klimaneutralität. Lesen Sie hier alles Wichtige zur Förderung.

Die BMWK-Förderrichtlinie Bundesförderung für Energie- und Ressourceneffizienz in der Wirtschaft (EEW) ist das zentrale Förderinstrument zur Steigerung von Effizienzen in der Industrie und wurde zum 01. November 2021 um ein Modul erweitert: Modul 5 Transformationskonzepte.

Was besagt die Förderung für Transformationskonzepte?

Die Förderung ermöglicht die Erarbeitung einer längerfristigen Dekarbonisierungsstrategie.

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Anforderungen an das Transformationskonzept: Ist- und Soll-Zustand sowie Zielerreichung müssen klar erkennbar sein

Ein förderfähiges Transformationskonzept muss folgende Punkte beinhalten:

  • Darstellung des IST-Zustands der CO2-Emissionen im Basisjahr
  • Formulierung eines CO2-Neutralität-Ziels bis spätestens 2045
  • Darstellung des SOLL-Zustands: ein langfristiges und konkretes CO2-Ziel. Dieses Ziel muss einer Treibhausgas-Reduktion von mindestens 40 Prozent relativ zum IST-Zustand innerhalb von zehn Jahren entsprechen.
  • Maßnahmenplan für die Zielerreichung von IST- zu SOLL-Zustand
  • Einspar-Konzept(e) für mindestens eine förderfähige Maßnahme nach EEW-Förderprogramm
  • Darstellung zur Verankerung des Konzepts in der Unternehmensstruktur

Wer ist antragsberechtigt und wie hoch ist die Förderung?

Anträge auf Förderung können beim Projektträger VDI/VDE Innovation + Technik GmbH online über das Portal easy-Online gestellt werden.

Wer kann die Förderung beantragen?

  • Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, einschließlich wirtschaftlich tätiger kommunaler Betriebe
  • Freiberuflich Tätige, wenn die Betriebsstätte überwiegend für die freiberufliche Tätigkeit genutzt wird 
  • Contractoren zur Durchführung von Einzelprojekten bei antragsberechtigten Unternehmen

Die Förderquote beträgt 50 Prozent der beihilfefähigen Kosten bzw. 60 Prozent für kleinere und mittlere Unternehmen (KMU).

Die maximale Summe der förderfähigen Kosten beläuft sich auf 80.000 EUR. Antragsberechtigt sind nur Kommunen und Unternehmen mit Betriebsstätte oder Niederlassung in Deutschland. Die Förderung erfolgt auf Basis von Artikel 49 der Allgemeinen Gruppenfreistellungsverordnung (AGVO) „Erstellung von Umweltstudien“.

Was wird gefördert?

Beihilfefähigen Kosten sind:

  • Die Erstellung und Zertifizierung einer Treibhausgasbilanz (THG-Bilanz, Scope 1&2)

für einen (oder mehrere) Standort(e) eines Unternehmens oder einer Gruppe von Unternehmen

  • Die Kosten für Energieberater und andere Beratungskosten

im Zusammenhang mit der Erstellung des Konzepts inklusive Einführung von Umsetzungsprozessen im Unternehmen

  • Kosten für erforderliche Messungen, Datenerhebungen und Datenbeschaffungen

für die Erstellung des Transformationskonzepts: Prüfen Sie hier, ob sich eine parallele Antragstellung im Modul 3 der EEW für Sie lohnt.

  • Mögliche weitere Kosten, die im Zusammenhang mit der Erstellung des Konzeptes stehen

Dies betrifft z.B. Kosten für eine unternehmensübergreifende Beratung (z.B. Unternehmen in einer Lieferkette), sofern der Antragsteller nachweisen kann, dass diese in Zusammenhang mit der Erstellung des Transformationskonzeptes stehen.

Was noch wichtig ist:

Aktuell können zwar Anträge für das EEW eingereicht werden, aber die Bearbeitung liegt derzeit noch auf Eis. Anträge für das Modul 5 Transformationskonzepte, sind hiervon allerdings nicht betroffen. Die Wartezeit bis zur Bewilligung beträgt hier in der Regel 5 Wochen.

Für die Erstellung des Transformationskonzeptes haben Sie 12 Monate Zeit. Bei begründbaren Verzögerungen besteht die Möglichkeit diese Frist um bis zu weitere 12 Monate zu verlängern.

Dies können zum Beispiel Verzögerungen bei den beauftragten Beratern sein. Oder es fehlen noch notwendige Arbeiten, wie die Installation und Inbetriebnahme von Mess-, Steuer- und Regelungstechnik, die Sie zur Unterstützung der Zieldefinition des Transformationsprojektes benötigen.

Fazit

Alles beginnt mit einem ersten Schritt: Endlich wird Klimaschutzmanagement so gefördert, dass sich eine Umstellung auch für Unternehmen lohnt. Da dieser Blogartikel dieses umfassende Thema allerdings nur anreißen kann, empfehlen wir Ihnen hierzu die Teilnahme an unserem nächsten Webinar. Informieren Sie sich kostenlos und unverbindlich am 22. Juni, welche Förderungen möglich sind:

 

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Themen: Fördermittel und -programme

Jörg Lieske

Autor: Jörg Lieske

Jörg Lieske ist seit 1999 in verschiedenen Positionen bei der BFE Institut für Energie und Umwelt GmbH (ein Unternehmen der MVV Energie Gruppe) tätig. Er befasst sich seit vielen Jahren neben der Effizienzsteigerung technischer Anlagen, mit Möglichkeiten zur Reduzierung von Energiekosten durch kaufmännisch/organisatorische Maßnahmen und verantwortet den Bereich Fördermittelmanagement.

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