Digitalisierung: Knotenpunkt Energiemanagement in der Chemieindustrie

10.02.22 09:00 von Christian Schumann

20220210_Chemieindustrie-Digitalisierung_Bild_GettyImages-582256640_1240x840pxWas bringt ein Energiemanagementsystem? Lassen sich mit digitalem Energiemanagement Wettbewerbsvorteile erzielen? Und wie schafft ein Chemie-Unternehmen eine sinnvolle Digitalisierung im Bereich Energie? Lesen Sie, wie die chemische Industrie durch Energiemanagement Kosten einsparen kann.

Ob Basischemie oder Fein- und Spezialchemie: Kern der Wettbewerbsfähigkeit in der chemisch-pharmazeutischen Industrie ist ihre Innovationskraft. Forschung und Entwicklung, Produktion sowie erfolgreiche Geschäftsmodelle sind zu Recht im ständigen Erneuerungsprozess.

So steht bei vielen Chemieunternehmen heute mehr denn je ein digitales Energiemanagement im Vordergrund. Es befasst sich sowohl mit dem zeitgemäßen Umgang mit Energie und der nachhaltigen Beschaffung als auch mit der Datensammlung und -nutzung.

Um relevante Daten zu gewinnen, braucht es eine passende Messinfrastruktur

Nicht alle Messgeräte, Fühler und Zähler reichen für ein modernes Energiemanagement aus bzw. lassen sich nur zum Teil nutzen. Auch verhindert ein großer Bestand nur unzureichend digitalisierter Altanlagen eine sinnvolle Datenanalyse oder es gibt Probleme bei der Nutzung verschiedener digitaler Werkzeuge.

Zähler, Datenlogger und andere Geräte müssen in das Energiemanagementsystem eingebunden und vernetzt werden, eine integrierte Analyse-Software besitzen und schnell zu installieren sein.

Sind diese Kriterien erfüllt, erreicht ein Energiemanagementsystem, dass Sie mit wenigen Klicks zu wertvollen Erkenntnissen gelangen.

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Überblick mit Leichtigkeit – Was leistet eine moderne Energiemanagement Software?

Vorteile energetischer Digitalisierungsmaßnahmen

Mit der richtigen Messtechnik bzw. einem Energiemanagementsystem können Chemie-Unternehmen umfangreiche Daten sammeln, auswerten und zur Verbesserung der operativen Prozesse verwenden.

Sinnvoll ausgewertete Daten

  • überwachen Anlagen und Maschinen und schaffen Transparenz beim Verbrauch,
  • heben Effizienzpotenziale und decken Großverbraucher auf,
  • finden Unregelmäßigkeiten in Echtzeit,
  • unterstützen bei nachhaltigen Entscheidungsfindungen,
  • sind Basis für zielgerichtete Investitionsentscheidungen,
  • liefern die Grundlage für weitere Automatisierungen und
  • vernetzen Produktion, Supply Chain sowie Marketing, Vertrieb und Kundenservice.

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Welche Vorteile hat ein intelligentes Energiemanagement?

Transformationskonzepte legen den Grundstein für eine dauerhafte, gezielte Optimierung

Mithilfe eines Energiemanagementsystems bekommen Unternehmen

  • Messdaten in Echtzeit,
  • detaillierte Analysen und
  • aussagekräftige Visualisierungen.

Die so erreichte Daten-Transparenz zeigt, wo und wann am meisten Energie verbraucht wird. Dies ermöglicht Effizienzmaßnahmen und liefert die notwendigen Ansatzpunkte, um CO2 und Energiekosten einzusparen. Und es geht noch mehr:

Gerade in Bezug auf Klimaneutralität ist es sinnvoll, dass sich Unternehmen beraten lassen und gemeinsam mit Energieexperten ein umfassendes Transformationskonzept zur Nachhaltigkeit bzw. zur Klimaneutralität entwickeln.

Wussten Sie, dass die Erstellung von Transformationskonzepten seit November 2021 gefördert wird?

Diese Förderung unterstützt Kommunen und Unternehmen bei der Planung und Umsetzung der eigenen Energiewende hin zur Klimaneutralität.

Möchten Sie hierzu mehr erfahren? Oder interessieren Sie sich ganz allgemein dafür, wie Sie die Energiewende in Ihrer Branche optimal angehen können? Dann informieren Sie sich weiter per Blogartikel, Webinar oder gerne individuell im Gespräch:

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Fazit

Die chemische Industrie mit ihren großen Produktionsanlagen ist eine energieintensive Branche und setzt schon lange auf Prozessoptimierung und ressourceneffiziente Produktion. Dabei ist das A und O eine umfassende Datenstruktur, die alle Energieströme misst, erfasst und auswertet. Falls Sie sich für ein digitales Messkonzept interessieren, empfehlen wir Ihnen die Kontaktaufnahme mit dem BFE Institut für Energie und Umwelt. Es gehört zur Mannheimer MVV-Gruppe und ist ein erfahrenes Beratungsunternehmen rund um Energie, Energieeffizienz, Klimastrategie und Dekarbonisierung.

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Themen: Energiemanagement

Christian Schumann

Autor: Christian Schumann

Christian Schumann hat an der Georg-August-Universität Wirtschaftswissenschaften studiert und ist bei der MVV Enamic GmbH zuständig für den Bereich Kooperationsmanagement. Als Kooperationsmanager berät er rund 30.000 Verbandsmitglieder in Energiefragen. Die individuelle Situation des jeweiligen Unternehmens steht dabei im Mittelpunkt.

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